Ausbildung

Allgemeines

Die Ausbildung zum geprüften Rettungshund dauert im allgemeinen zwei Jahre. In dieser Zeit lernt der Hund in verschiedensten Geländen (Wald, Feld, Lawinen, Trümmer, usw.) verunglückte Menschen zu finden. Gleichzeitig findet für den Hundeführer eine Ausbildung statt, in derem Verlauf er eine Ausbildung im Sanitätsdienst, Kynologie des Hundes, Erste Hilfe beim Hund ect. lernt.

Wie werden die Hunde in den BRK Staffeln ausgebildet?

Grundsätzlich werden unsere Hunde ohne Zwang ausgebildet. Wir setzen auf Fachkompetenz Geduld und Verstand.

Im Anschluss finden sie eine Reihe von Artikeln in einer Übersicht.

Voraussetzungen kurz und knapp 
HundeführerHund
Teamgeist
– Mindestalter von 18 Jahren
– aktives Mitglied im Deutschen Roten Kreuz  
– höchstens 5 Jahre alt (bei Ausbildungsbeginn)
– wesensfest – gesund und geimpft
– „schußfest“ (unempfindlich geg. lauten Geräuschen)
– gutes Sozialverhalten – Mindestprüfungsalter beträgt 16 Monate

Was bedeutet die Ausbildung zum Rettungshund

Die Hunde und Hundeführer sind mehrere Stunden wöchentlich damit beschäftigt zu lernen und zu trainieren.

Das wichtigste ist hierbei, dass der Ausbilder der jeweiligen BRK Staffel seine Hunde kennt und dadurch auf jeden Hund speziell eingehen kann.

Die BRK Ausbilder nutzen den Trieb der Hunde, dabei unterscheidet man viele Arten von Trieben, zwei davon sind der Spiel-und Futtertrieb.

In unserer Staffel werden sowohl Flächensuchhunde als auch Trümmersuchhunde ausgebildet.

Die Ausbildung der Flächenhunde findet meist in Waldgebieten oder auch auf Freiflächen statt.
Auf Bauschuttdeponien oder in abbruchreifen Fabrikanlagen kommen die Trümmerhunde auf ihre Kosten.
Bei beiden Ausbildungsarten wird aber eins nicht unterschieden und das ist die Opferarbeit.

Opferarbeit

Opferarbeit ist das wichtigste bei der Rettungshundeausbildung.

Das Spiel mit dem Opfer, muss „absoluten Spaß“ für den Hund bedeuten. Es ist eine der wichtigsten Personen während der Ausbildung. Die vermisste Person (Opfer) stellt die Motivation für den Hund dar…

Diese Motivation wird durch Spiele (Futter oder Spielzeug) mit dem Oper verstärkt. Das Herrchen/Frauchen ist hier Nebensache.

Bei verbauten Verstecken sollte der Hund versuchen sich zum Menschen vorzuarbeiten. Trümmer sollten vom Hund durchdrungen werden, so dass er den Kontakt zum Menschen herstellt und direkt bei der vermissten Person anzeigt

Gehorsam

Auch das will natürlich gelernt sein. Sitz!, Platz! und Fuß! sind nur ein kleiner Teil der Kommandos, die ein Rettungshund beherrschen muss. Neben dem Hund, der für die Ausführung verantwortlich ist, muss auch der Hundeführer die Kommandos richtig einsetzen.

Gerätearbeit

Die Arbeit mit Geräten wie z.B. Fassbrücke, unwegsamer Untergrund oder Wippe, ist wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Die Übungen sollen den Hund für den späteren Einsatz sensibilisieren. An den Geräten können Hindernisse und Gefahrenquellen simuliert werden, auf die der Hund bei seiner Arbeit stoßen kann…

Ohne diese Vorbereitung würde ein ohnehin schon risikoreicher Weg (z.B. bei der Trümmersuche) zu einer unzumutbaren Gefahr.

Hierbei spielt auch der Gehorsam eine sehr wichtige Rolle. Der Hundeführer muss seinen vierbeinigen Teamkollegen in jeder Situation im Griff haben, das kann für den Hund lebenswichtig sein.

Gerade bei der Gerätearbeit treten bei den Teams bestimmte Merkmale für den Ausbilder deutlich hervor:
Die sog. “4 heiligen K’s”
• Kommunikation (Gegenseitiges Verständnis Hund – Hundeführer)
• Koordination (Art und Weise des Hundeführers den Hund zu “steuern”)
• Konzentration (der Grad der Aufmerksamkeit bei den Übungen)
• Kondition (körperliche und geistige Ausdauer)

Ausbildung des Hundeführers

Neben dem Hund benötigt auch der Hundeführer (m/w) eine

Ausbildung, die es ihm ermöglicht geretteten Personen Hilfe zu leisten, sich selbst zurechtzufinden und einen Einsatz strukturiert durchzuführen…

Da die Hunde natürlich nicht unsere Sprache sprechen, müssen wir lernen die verschiedenen Verhaltensmuster beim Hund zu erkennen oder umgangssprachlich “den Hund zu lesen”. Die Fähigkeit des Hundeführers, seinen “Kollegen” in jeder Situation richtig zu verstehen, ist unerlässlich für ein gutes Team. Da kaum jemand als Hundeflüsterer geboren wird, muss man sich dieses Können Stück für Stück antrainieren.

Eine weitere wichtige Eigenschaft ist zweifelsfrei der Teamgeist. Der Hundeführer muss fähig sein eng mit anderen zusammenzuarbeiten. Gleich, ob mit dem eigenen Hund, mit fremden Hunden, anderen Hundeführern oder anderen Rettungskräften.

Weitere Ausbildungen im Überblick:

• Erste Hilfe Kurs
• Sanitätskurs A/B
• Fachlehrgang Rettungshundearbeit
• Betreuungslehrgang
• Truppführer
• Funk (BOS)

Eine wichtige Eigenschaft die kein Kurs wirklich lehren kann, die Sie also unbedingt mitbringen müssen ist:

Freude am Arbeiten mit dem Hund!!!

Ausbildung zum Helfer

Würden Sie gerne mit Rettungshunden arbeiten? Sie haben aber leider keinen eigenen Vierbeiner? Kein Problem! Übernehmen Sie eine der wichtigsten Aufgaben bei der Rettungshundeausbildung, die „Opferarbeit“….

Die Ausbildung zum Helfer ist mindestens so wichtig wie die zum Hundeführer. Bei der eigentlichen Sucharbeit spielt der Helfer die zentrale Rolle. Im Training stellt der Helfer für den Rettungshund die vermisste oder verschüttete Person dar, egal ob im Wald, in einer Höhle oder unter Trümmern. Der Helfer muss motiviert, konsequent und den verschiedenen Verhaltensweisen des Hundes gewachsen sein.Anders Als bei der Ausbildung zum Hundeführer gibt es keine Alterseinschränkung. Sollten Sie Spaß an dieser Arbeit finden, besteht die Möglichkeit als ehrenamtliches Mitglied der Rettungshundestaffel Amberg beizutreten und unter anderem folgende Ausbildungen zu durchlaufen:

• Erste Hilfe Kurs
• Sanitätskurs A
• Sanitätskurs B
• Karte, Kompass, GPS
• Einsatztaktik
• Funk (BOS)

Bei Interesse melden Sie sich einfach per Mail; wir würden uns freuen!

Übrigens: Da unsere Hunde sehr wesensfest sind, kann man bei der Opferarbeit auch gut seine Scheu und Ängste vor den Vierbeinern abbauen!